Die Burg von Maranzana ist ein wertvolles Bauwerk aus dem XII./XIII. Jahrhundert. Sie besteht aus 3 quadratischen Türmen und einem runden Türmchen, verbunden durch imposante Wände. Eintretend vom Platz vor der Pfarrkirche passiert man den Bereich, in dem einst die vom Graben umgebene Zugbrücke zu finden war, und geht dann an der Kirche des Oratoriums vorbei. Heute besteht die Brücke aus Backstein und der Burggraben ist zu einem Garten geworden.

Bei Betrachtung der Mauern werden Sie die Reste der Ghibellinen-Zinnen erkennen. Die Scharten, die als Beobachtungs- bzw. Schusslöcher dienten, sind dagegen deutlich sichtbar. Durch diese wurden Feinde gesichtet und mit glühendem Öl und Pech beworfen.

Die Burg befindet sich in “strategischer” Position auf dem höchsten Punkt des Hügels, auf dem der Ort Maranzana liegt. Dies bedeutet, dass man aus seinen Fenstern eine tolle Aussicht genießen kann – nicht mehr um herannahende Feinde auszuspionieren … sondern um das Panorama der Hügel mit den geordneten Reihen von Weinreben, der dichten Wälder, der grünen Ebene bis nach Alessandria, der Alpen (insbesondere den Monviso, das Matterhorn und der Monte Rosa) und der Apenninen zu bewundern.

Es wird gesagt, dass die Burg durch ein umfangreiches Netz von unterirdischen Tunneln – die als Fluchtweg im Falle von Belagerungen dienten – mit den Anhöhen und den umliegenden Siedlungen verbunden war. Niemand hat sie gesehen, doch ist es sicher, dass ein zweites unerforschtes Untergeschoss im Keller des Gebäudes existiert, dessen Eingangstür, obwohl ummauert, deutlich im unserem Keller auffällt.

Im Jahre 800 wurde die Tür durch unseren Urgroßvater eingemauert, um den Zugang zu der berüchtigten “Fallklappe” – durch welche in der Antike unerwünschte Gäste zu Tode fielen – zu verhindern!

Derzeit ist die Burg in drei Privateigentume unterteilt. Eines davon ist unser Agriturismo. Der Turm auf dem Platz ist im Besitz der Gemeinde und die kleine Pfarrkirche “Annunziata” gehört dem Pfarramt.

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